Die CDU-Spitze will Bullenwagen klauen und die Innenstadt demolieren

“Wenn schon Punkrock, dann doch bitte richtig”, dachte sich wohl die Person hinter Kanzlerkaraoke und packt auf die Wahlfeierei der CDU Punk-Klassiker wie “Bullenwagen klaun” der GAS Hausband oder Slimes “Deutschland muss sterben“. Ich lachte.

(Direktlink, via Interweb3000)

Musik aus Maschinen, mit der Hand

So ähnlich, wenn auch deutlich mit weniger Equipment, sah es damals bei uns im Studio aus. Hardware. 38 Kilo Klinkenkabel, 23 Kilo MIDI-Kabelage. Dazu kleine MIDI to Sync Konverter von Deopfer, die uns die alten Roland Kisten irgendwie synchron in den MIDI-Park zu schleifen wussten. Riesenpult mit 4 Aux-Wegen, um die Effekte zu schleifen und mit immensem Rauschfaktor.

Was wir nicht hatten war HD-Recording, aufgenommen wurde auf Mini-Disc, als Sequenzer diente ein lange schon alter 1040ST. Musik machten wir trotzdem. Nächtelang. Mit viel Liebe.

Ich mag derartige Videos wirklich außerordentlich gerne, auch wenn ich so heute Musik nicht mehr machen wollen würde. Das alles kannste nunmal nicht eben mit in einen Bus nehmen. Aber es wirkt viel dynamischer als nur vorm Rechner zu sitzen und genau das ist es auch. ❤

Eine wirklich aufschlussreiche Jam Session bei Jody Wisternoff, die ich mir tatsächlich sehr gerne bis zum Schluss angesehen habe.

(Direktlink, via Robert Babicz)

Alles Liebe, Dein Kapitalismus

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(Foto: Icks, via StreetArt in Germany)

Ein Video aus schlechten Werbefilmen zu The Smiths “Please, Please, Please, Let Me Get What I Want”

Wo wir gerade bei Supercuts sind. YouTuber Absolute Destiny hat sich “Please, Please, Please, Let Me Get What I Want.” von The Smiths genommen und die vielleicht schlechtesten Werbeclips aller Zeiten in irgendeinem Kontext zum Text darunter zu legen versucht. Das ist ihm irgendwie sogar ziemlich gut gelungen.

The Smiths. Musik für Emos, die schon lange erwachsen waren als der Bergriff en Vogue wurde und unter den Augen immer noch senkrechte rote Striche von den Tränen der Jugend hatten. Ganz ohne Schminke. The Smiths, Emo-Mucke für Erwachsene quasi.

(Direktlink, via Tara)

Auf nicht funktionierende Dinge kloppen aus Filmen schneiden und einen Beat drunter legen: Percussive Maintenance

Ich erinnere mich gerne an den alten Schwarz-Weiß Fernseher meiner Eltern. Presets gab es keine, wenn man umschalten wollte, musste man an einem für Kinderhände dicken Knopf drehen. Der mache immer ganz herrlich “Klack” dabei. Daneben war ein nicht weniger dicker Knopf für die Feinjustierung, wenn DDR 1 oder DDR 2 mal nicht laufen wollte. Später kamen dann die Westsender dazu, noch später ein Farbfernseher, aber der hat hiermit nichts zu tun.

Wenn der alte Kasten mal nur Schnee auf der Röhre hatte, oder begann so von oben nach unten wandernde Balken zu zeigen, konnte man daran knubbeln, wie man wollte – es half alles nichts. Alles was dann half war ein beherzter Schlag auf das Gehäuse. Dann zitterte das Bild kurz und die Kiste lief wieder. So war das. Ich habe mir diese primäre Reparaturmethode von damals bis heute bewahrt und immer wenn irgendwas nicht so läuft, wie ich mir das erhoffe, kloppe ich dagegen. Leider funktioniert das heute so gut wie nie nicht mehr. Gute alte Zeit.

Offenbar war aber war das “Draufkloppen” mal eine durchaus anerkannte und weit verbreitete Methode, Dinge wieder zum Laufen zu bekommen. Duncan Robson zumindest hat dutzende Filme gesichtet, in denen das so praktiziert wurde. Daraus hat er die entsprechenden Szenen zusammengeschnitten und einen Beat druntergelegt: Percussive Maintenance.

Wir sollten das Draufkloppen und Gegentreten zur Reparaturzwecken reaktivieren. Es macht das Leben irgendwie einfacher. Wirklich.

(Direktlink)

Steve-Os YouTube Channel

Jack Asser Steve-O hat seit gestern seinen eigenen YouTube Kanal. Der wird sich ganz sicher Stück für Stück mit furchtbar intellektuell anspruchsvollem Zeug wie diesem hier füllen. Ich hab mal gleich aboniniert. Natürlich! Erstaunlich, dass der erst jetzt auf diese ja eigentlich nahe liegende Idee kam. Ich dachte, ich sag mal Bescheid, sonst verpasst das doch wieder die Hälfte von euch. Bitte, danke.

(Direktlink)

Erdbeerschnitzel – Exclusive Nightflight Mix – 24.09.13

Erdbeerschnitzel mixt Erdbeerschnitzel!
Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich Tim Keiling… und genau den hatte ich gestern im Nightflight. Naja, nicht den Tim persönlich, sondern einen Mix von ihm. Diesen hat er aber, wie das ja in meinem Nightflight üblich ist, extra für diesen aufgenommen. Da Tim als Live-Act und nicht als DJ unterwegs ist, kann man diese Angelegenheit auch als eine Art Live-Mix betrachten. Enthalten sind ausschließlich Tracks von ihm persönlich, auch jede Menge bisher unveröffentlichtes Material, sowie ein Remix, den er für Till von Sein angefertigt hat und ein Track unter seinem zweiten Pseudonym Dark Side Of The Meat.

Ein ganz wunderbarer Mix, der sich schwer den Stempel eines Genres aufdrücken lässt, was ihn für mich noch wunderbarer macht. Wenn ich das aber tun müsste, würd ich sagen, es ist im weitesten Sinne House… nur anders… langsamer… träger… toll verspielt irgendwie… und schön verfrickelt. Aber vor allem auch mit wahnsinnig tollen Melodien ohne dabei kitschig zu klingen.
Für mich ist es ein Mix, der mich den heraufziehenden Herbst noch einmal kurz vergessen lässt… ein Mix, der mich abholt… und mich genau dort wieder absetzt, wo ich im Sommer am liebsten Musik höre… irgendwo auf einer großen Wiese, mit Wasser, Bäumen, blauem Himmel und jeder Menge grünem Gras.

Bis nächste Woche,
Tobi


Direktlink

Tracklist:

01. Dark Side Of The Meat – Lactose Massacre – SpontanMusik
02. Till Von Sein – Tilly’s 61 Rhodes Jam (Erdbeerschnitzel Remix) – Suol
03. Erdbeerschnitzel – Suave – 4lux
04. Erdbeerschnitzel – Through the Night – Mirau
05. Erdbeerschnitzel – Untitled – Unreleased
06. Erdbeerschnitzel – Let Go – Mirau
07. Erdbeerschnitzel – Semantics – Mirau
08. Erdbeerschnitzel – The Youthful – Unreleased
09. Erdbeerschnitzel – Cushion – Delsin Records
10. Erdbeerschnitzel – Untitled – Unreleased
11. Erdbeerschnitzel – Untitled – Unreleased
12. Erdbeerschnitzel – Separate Spaces – Mirau
13. Erdbeerschnitzel – Untitled – Unreleased

Hier findet Ihr…

… die komplette Playlist der Sendung.
alle bisherigen Mixe noch ein mal zu nachhören.
… und hier nochmal die komplette Sendung im Loopstream zum nachhören.

Ein toller Morgen, gif’d

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(via Björn)

We say hello with skateboarding in #MaHe

Sehr tolle Aktion von einigen Aktivisten und Skatern, die in der Flüchtlingsunterkunft Marzahn Hellersdorf einfach mal ein paar Decks und Kleidung abgaben.

Due to the protests against the refugee camp in Hellersdorf a friend decided spontaneously to do something different to welcome them. He wanted to meet them directly and try to show them that there are a lot of people in Berlin welcoming refugees. Many people donated skateboards and clothes for this sunday.
Now they can have their own skate sessions in their backyard and we say again:
Refugees welcome!

(Direktlink, via @AranJaeger)

Dimitri erfährt, dass die FDP an der 5%-Hürde gescheitert ist

Und dann haben wir das mit der Bundestagswahl hoffentlich auch endlich hinter uns gebracht. Aber der hier muss noch.

(Direktlink, via Daniel)

(Mal am Rande: mich beschleicht langsam ein wenig der Gedanke, dass wir uns zumindest netzpolitisch noch gerne an die FDP erinnern werden könnten.)

Hafenstrasse Hamburg 1986 – 87

Ich habe derartiges hier ja eher aus dem Osten oder aus Berlin, was auch der räumlichen Nähe und dem sich daraus ergebenen Interesse geschuldet ist, aich ich habe mir aber eben diese sehenswerten, durchaus unspektakulären Privataufnahmen aus der Hamburger Hafenstraße der 80er angesehen. Toll, was das Internet alles aufzuheben weiß.

“Die Protagonist/innen des Kampfes um die Hafenstraße übernahmen für einen Wimpernschlag der Geschichte die »intellektuelle und moralische Führung« eines neuen »historischen Blocks«, der die Hegemonie des traditionell führenden Blocks der Bourgeoisie in der Zivilgesellschaft erfolgreich herausforderte. Wer in diese Ereignisse involviert war, bekam zumindest eine flüchtige Ahnung vom menschlichen Potenzial für Solidarität und Veränderung.”

Eine Frau aus der Hafenstrasse 2010

(Direktlink, via Blogbuzzter)

Merkel am Tag danach

Der Finger geht sicher in Richtung Peer Steinbrück. Den seinigen hat er ja offenbar ein wenig voreilig rausgeholt. Wenn das nur nicht alles so traurig wäre.

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(Bild: Schuschblog, via StreetArt in Germany)

Kauder singt die Toten Hosen, die Rest-CDU gibt einen Klatsch

Die Damen und Herren der CDU beim Feiern. Jede Zelle aller Körper sind glücklich, jede Körperzelle ist voll gut drauf.

Und während die Piratenpartei von die Ärzte wegen der Nutzung einer Textzeile abgemahnt wird, holt die CDU den Kanzler-Punkrock der Toten Hosen in das Konrad-Adenauer-Haus. Tage wie diese, an denen man am liebsten im Bett bleiben möchte. Das ist auf vielen Ebenen so schräg.


(Direktlink | Danke, Jonas!)

Montag

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Die Linke auf der Zielgeraden

Die Idee war nicht die schlechteste: zielgruppenorientierte Plakate der Linken vor dem Berliner Berghain. Die Feiernden gleich morgens noch beim Rausstolpern an die Wahl erinnern. Mit den wichtigen Inhalten.

Am Ende hat es der Linken nicht genutzt, selbst wenn sie jetzt zur drittstärksten politischen Kraft werden sollte.

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(via BMI)

Wahlabend

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Weitere vier Jahre der sozialen Kälte und des politischen Stillstands. Über netzpolitische Themen will ich gar nicht erst nachdenken. Absolute Mehrheit, das kann ja Eiter werden. Vermutlich werden wir in den nächsten vier Jahren das Bundesverfassungsgericht noch mehr lieben lernen. Immerhin hat es die FDP entschärft, der Markt hat sie reguliert. Das allerdings ist gemessen an den aktuellen Hochrechnungen ein eher schwacher Trost.

Mix: Rudi Stöher & Das Kraftfuttermischwerk at Chaise Longue, Halle, 20.09.2013

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Es ist ewig her, dass ich mal in Halle an der Saale war. Ich fuhr hin und wieder daran vorbei oder manchmal auch durch, aber zum Anhalten oder Aussteigen bewegte mich nicht wirklich was.

Wir machten da einst eine regelmäßige Radiosendung auf Radio Corax. Dub und Donwbeats und so. Wir soffen uns ebenso regelmäßig erst mal den Mut dafür an, kifften rauchten davor und währenddessen viel zu viel und pennten dann danach zu dritt oder zu viert immer erstmal ein paar Stunden im Auto vor dem Sender um wieder fahren zu können. Das zumindest redete sich der jeweilige Fahrer damals immer ein. Die Nichtfahrer halfen ihm dabei. Es ging immer irgendwie gut. Ich habe hier noch einige Mitschnitte der damaligen Sendungen namens “Im Namen der Ähre” und wenn ich mal ganz alt bin, veröffentliche ich die vielleicht sogar mal. Bis dahin liegen die im Kästchen der “Jugendsünden”, an die man nicht erinnert werden will. Ihr kennt das. Soviel bis gestern zu Halle an der Saale.

Dann aber lud mich Gerry nach Halle ein, dort in einem Laden zu spielen, von dem ich bis dato noch nie nicht auch nur irgendwas gehört hatte, der “Chaise Longue“. Diese gibt es mittlerweile seit gut 14 Jahren und sie läuft. Irgendwie erinnerte sie mich an das alte, antifaschistische Spartakus in Potsdam. Auf total charmante und genau deshalb total liebenswerte Weise versifft, in kreative Ideen und Lebensentwürfe getaucht und wieder rausgezogen, in die Welt geboren, das Segel der Feierei immer Richtung Exzess gehisst. Superschön. Wirklich.

Also packte ich den Rudi ein und wir fuhren dahin. Nicht so ganz so genau wissend, was uns dort erwarten würde. Wir wussten eben nur, dass wir drinnen spielen würden und das der Sommer vorbei ist, was stillschweigend heißt, dass die Deepness schon mal dem gepflegten Arschtritt weichen müsste. Oder aber irgendwie beides miteinander ficken geht, das Segel der Feierei Richtung Exzess gehisst. Ihr versteht.

Also machten wir das, wurden in warme Arme aufgenommen, aßen, tranken, rauchten, redeten, hörten zu und ganz viel später spielten wir einfach die Musik, die wir lieben, tranken noch viel mehr, überzogen gnadenlos, tanzten, lachten und liebten auch ein wenig. Das alles dort. Lieblings.

Es war eine dieser ganz besonderen Nächte. Eine dieser Nächte, von denen es zum Glück viel zu wenige gibt, weil man sich sonst viel zu schnell daran gewöhnen wollen würde.

Vom Dance kamen verschiedenste Feedbacks. Vom “Alter! Die brettern ja so dolle heute.” über “Das ist das geilste Set, was ich hier seit langem gehört habe.” bis hin zu Händeherzen “❤” war alles dabei. Man kann eben nicht alles haben, auch wenn man alles zu geben bereit ist. Oder irgendwie so.

Wie auch immer: hier die fast 4,5 Stunden aus der “Chaise Longue” in Halle an der Saale von gestern Nacht/heute Morgen. Einem Laden, den ihr alle mal unbedingt besuchen solltet, wenn ihr in der Nähe sein solltet und sich irgendwie die Gelegenheit dazu ergeben sollte. Das beste seit langem. Wirklich. Danke dafür an Gerry und die gesamte Crew, die so sehr an eine Familie erinnert, wie sie Berlin schon lange nicht mehr gesehen hat. Mit kümmern und alles. So.

Tracklist habe ich, schreibe ich allerdings diesmal ganz bewusst nicht drunter. Aber wir haben absolut nichts ausgelassen. Von Robot Needs Oil über derbe Techno, 90s Erinnerungen ala Jungle-Drumsnares, “Born Slippy”, House, House und noch mehr House, “I get deep”, “Swing Bop” bis hin zu einem Pet Shop Boys Rework, bei dem jede Menge mitgesungen haben (Hihi!) ist eigentlich alles dabei. Und Arschtritt. Voll.

Danke, Chaise Longue. Riesennacht! Und Danke, Rudi, Du bist ne kuhle Sau. (Muss man ja auch mal sagen, wenn man es kann.) Aber weeste ja och selber.

Und das allerbeste war dann noch das Frühstück mit der Frau des Hauses in einem Kaffee, dass nicht weniger als 100 Teesorten im Angebot hat. Wir blieben ziemlich lange. Tranken Tee, redeten, lachten viel und liebten, aber das ist eine andere Geschichte…

Und jetzt: Arschtritt. RambaZamba für alle. Tanzt!


(Direktlink)

Das iPhone 6-Design

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(via Zeit Magazin)

Ertrinke nicht im Teich

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Wählt Socken

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(Halle, Saale)